Montag, 16. April 2007
Aus RegioWIKI
Einige Zitate aus dem Internet
Inhaltsverzeichnis |
PRO - Dr. Gottfried Dietzel - Ersparnisse in Milliarden Umfang
- vom deutschen Bundesministerium für Gesundheit und soziale Sicherheit - Bonn 2003
... "Da insgesamt zwischen 20 und 40% der Leistungen im Gesundheitswesen Datenerfassungs- und Kommunikationsleistungen sind, lassen ihre effektivere Gestaltung mittels moderner Informations- und Kommunikationstechnologien Qualitätsverbesserungen und Ersparnisse in Milliarden Umfang erwarten." ... (Quelle)
PRO - E-Health: Chancen und Risken
- „Lieber ein gläserner als ein toter Patient“ (ärztemagazin 18/2006 Quelle)
- Univ.-Prof. Dr. Norbert Pateisky, Leiter der Abt. für Risikomanagement und Patientensicherheit an der Wiener Universitäts-Frauenklinik
In den nächsten Jahren stellen der elektronische Krankenakt, elektronische Dokumentationssysteme und Datenaustausch, aber auch die Telemedizin die Ärzte vor neue Herausforderungen.
Bei einer Veranstaltung der APA nahmen Experten die Chancen und Risken dieser Entwicklung unter die Lupe. Für Univ.-Prof. Dr. Norbert Pateisky, Leiter der Abt. für Risikomanagement und Patientensicherheit an der Wiener Universitäts-Frauenklinik, steht der Nutzen der Elektronik grundsätzlich außer Frage. Man müsse zur Kenntnis nehmen, dass dem Großteil medizinischer Pannen menschliche Fehler zugrunde liegen. Pateisky: „80 Prozent aller ‚Versager‘ sind auf die so genannten ‚Nontechnical Skills‘ zurückzuführen - in erster Linie Schwächen in Kommunikation und Teamarbeit.“
Hier sieht er in der Informationstechnologie einen möglichen Sicherheitsgewinn. So könnte durch den Computer die Zahl der Zwischenfälle bei der Medikation um 60 bis 80 Prozent gesenkt werden. Der Datenschutz macht Pateisky kein Kopfzerbrechen. „Ich bin lieber ein gläserner Patient als ein toter Patient“, formuliert er griffig. Es sei aber noch viel Aufklärungsarbeit zu leisten. Das sieht auch der Telematik- Spezialist Norbert Olsacher so. Er würde allerdings auch bei den Ärzten ansetzen: „Manchmal hat man das Gefühl, dass die Angst der Ärzte, gläsern zu sein, größer ist als die der Patienten.“
Nutzen hätte die EHealth etwa bei der Überwachung von Patienten mit Herzinsuffizienz oder in Präventionsprogrammen. Einen Aufholprozess der niedergelassenen Ärzte in puncto IT konstatiert Manfred Rieser von der Telekom Austria. Wegen in seinen Augen „überspitzte“ Datenschutzbedenken würde das Potenzial für den Patientenservice aber noch nicht ausgeschöpft. Auf der e-card selbst würden über kurz oder lang Risikodaten gespeichert, ist er überzeugt. Mag Gerhard Holler von der ÖÄK bremst hier aber deutlich. Die Verwechslungsgefahr sei ohne Foto auf der e-card viel zu groß, es würden außerdem ständig e-cards verloren gehen - samt eventuell darauf gespeicherten Daten.
(Quelle: MMA 2005, ärztemagazin 18/2006)
KONTRA - Der gläserne Patient
- "Das Schlimmste wäre der gläserne Patient ohne Privatsphäre"
- Datenschutz muß bei der elektronischen Gesundheitskarte Priorität haben, fordert Bayerns FDP-Chefin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger
MÜNCHEN (sto). Der Nutzen der elektronischen Gesundheitskarte ist weitgehend unstrittig. Erhebliche Zweifel gibt es jedoch beim Datenschutz. Das zeigte auch eine Diskussionsveranstaltung der FDP in München. "Das Schlimmste wäre der gläserne Patient, der keine Privatsphäre mehr hat", so die bayerische FDP-Landesvorsitzende Sabine Leutheusser-Schnarrenberger.
Der Datenschutz müsse bei der elektronischen Gesundheitskarte Priorität haben und dürfe nicht durch den Verweis auf höhere Kosten oder auf die Praktikabilität in Frage gestellt werden, erklärte die ehemalige Bundesjustizministerin. Ein Zugriff Unberechtigter auf die Daten müsse vor allem mit Hilfe der Technik verhindert werden. ... (Quelle)
eHealth und die Europäischen Union
- Die Minister der Europäischen Union betrachten das Gebiet eHealth als strategisch und haben in einer Deklaration dazu folgende Zielsetzungen formuliert:
... Der Einsatz von Informations- und Kommunikationstechnologien im Gesundheitswesen soll somit die Prozess- und Ergebnisqualität in der Patientenversorgung erhöhen, medizinische Informationen besser erschließen sowie Kommunikation und Kooperation zwischen den Leistungserbringern, Versicherungsinstituten, Leistungsbeziehern und öffentlichen Stellen fördern.
Durch die Nutzung von Internettechnologien, die Bereitstellung von eHealth-Plattformen und den Aufbau medizinischer Communication Centers ergeben sich neue Zusammenarbeitsformen im Gesundheitsmarkt. Unter dem Begriff Patient Relationship Management werden alle Bestrebungen zusammengefasst, die der Beziehungspflege zwischen Gesundheitsfachleuten und Patienten unter Einbezug der Informations- und Kommunikationstechnologien dienen. Im Rahmen des Disease Management beispielsweise wird dadurch eine integrale Behandlung über institutionelle Grenzen hinweg ermöglicht. Der Patient wird durch ein multidisziplinäres Team entsprechend evidenzbasierter medizinischer Richtlinien betreut. Elektronische Mittel unterstützen den Informationsaustausch und die Qualität der Dienstleistungen. ... (Quelle)
Weitere Links
- http://www.europa-digital.de/aktuell/dossier/infoges/ehealth.shtml
- http://www.europa-digital.de/aktuell/dossier/infoges/ehealth2.shtml
- http://www.europa-digital.de/aktuell/dossier/infoges/
- http://www.changex.de/d_a00225.html
- http://www.pri-med.de/files/gesundheitskarte.pdf
- http://www.pri-med.de/gesundheitskarte.html
- http://www.wien.gv.at/who/pdf/international.pdf

