Wandertafel-St.Ulrich
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Die 18 Mitgliedsgemeinden des Grabenland-Trail: Fernitz | St. Ulrich | Allerheiligen | Frannach | Kirchbach | Glojach | Wolfsberg | St. Nikolai | Weinburg | Weitersfeld | Mureck | St. Peter | Mettersdorf | Jagerberg | St. Stefan | Zerlach | Edelstauden | Heiligenkreuz
Grabenlandtrail-Info St. Ulrich
Der kleine Ort St. Ulrich am Waasen mit neuer Ortsgestaltung besteht seit der Gemeindenzusammenlegung im Jahr 1956 aus 2 Katastralgemeinden, und zwar St. Ulrich am Waasen und Wutschdorf. St. Ulrich am Waasen liegt 15 km südlich von Graz inmitten einer reizenden Hügellandschaft. Die höchste Erhebung liegt bei 475 m. Der Bereich bei der Kirche hat eine Seehöhe von 394 m. Die Fläche umfasst 1091 ha, die Einwohnerzahl liegt bei rund 820. Die Gemeinde war bereits vor rund 6000 Jahren besiedelt. Dies beweist das Köpfchen einer Tonstatuette, das bei Ausgrabungen im Gemeindegebiet gefunden wurde. Dieses Köpfchen gilt als die älteste Darstellung eines Menschen in der Steiermark. Aus eine Urkunde des Jahres 1434 geht hervor, dass St. Ulrich am Waasen vor mehr als 500 Jahren ein Hof der Herrschaft von Waasen war und dass Anna von Stubenberg, die damalige Herrin von Waasen, die Parzelle, auf der die Kirche von St. Ulrich am Waasen steht, der Pfarre von Heiligenkreuz am Waasen vermacht hat. Schloss Waasen ist ein mächtiger, dreistöckiger Viereckbau mit einem schönen, fast quadratischen Arkadenhof. Es dürfte sich um den alten, aber vielfach umgestalteten Bergfried handeln. Seine Aufgabe war es einst, die Straße aus dem Stiefingtal in das Grazer Feld zu sperren. Die Burg dürfte im 12. Jahrhundert als einfacher Wehrbau errichtet worden sein. Seit 1208 erscheint in den Urkunden ein Otto von Waasen auf, der sich höchstwahrscheinlich nach der Burg nannte. Die Schlosskapelle wurde erstmals 1434 erwähnt.
Die Kirche zum heiligen Ulrich ist ein gotischer Bau mit gratigem Kreuzgewölbe. An ihrer Ost-seite schließt der Friedhof an. Darin steht ein Bildstock des heiligen Ulrich. An dieser Stelle errichtete der Ritter Otto von Waasen im Jahre 1125 das Erbbegräbnis für seine Familie und ließ darüber eine Kapelle erbauen. 1370 wurde der letzte Waasener Ritter dort begraben und die Gruft aus nichtbekannten Gründen zugeschüttet. Im Jahre 1434 widmete Anna von Stubenberg, eine Erbin des Schlosses, die Parzelle der Pfarre Heiligenkreuz. Hier wurde 1442 die heutige Kirche erbaut. Die erste Glocke stiftete Graf Sigmund Galler, ein einstiger Besitzer des Schlosses. In einem Vertrag wurde damals festgelegt, dass an jedem dritten Sonntag und an bestimmten hohen Festtagen hier die Messe gelesen werden soll. In der Kirchenmauer ist der Grabstein des hier begrabenen Ortsrichters der Herrschaft Waasen, Johann Edler von Paumann, zu sehen. Auch die schöne Emma von Weißenegg, ehemals Herrin des Schlosses, soll hier begraben sein. Ein altes Wappen des Geschlechtes derer von Waasen ist noch heute in der Kirche zu sehen. Im spätgotischen Stil am nordöstlichen Ortsrand um 1500 wurde der Ulrichsbrunnen erbaut. Er steht unter Naturschutz, besteht aus einer Brunnenstube mit Bogenöffnungen und Nische und einem daraufgesetzten, steinernen Tabernakelpfeiler, der von einer Pyramide mit schmiedeeisernem Doppelkreuz gekrönt wird. Dieser Brunnen war lange Mittelpunkt der lokalen Ulrichverehrung. Wallfahrer kamen wegen der angeblichen Heilwirkung des Wassers. Der heilige Ulrich ist Patron gegen Fieber, Krankheit und Tollwut sowie anderes Unheil. Noch heute wird am Ulrichstag (1. Sonntag im Juli) ein Volksfest mit Gottesdienst abgehalten.
Die 18 Mitgliedsgemeinden des Grabenland-Trail: Fernitz | St. Ulrich | Allerheiligen | Frannach | Kirchbach | Glojach | Wolfsberg | St. Nikolai | Weinburg | Weitersfeld | Mureck | St. Peter | Mettersdorf | Jagerberg | St. Stefan | Zerlach | Edelstauden | Heiligenkreuz




